Diagnose

Blutzucker- und Urinzuckerbestimmung
Die Diagnose des Typ-1-Diabetes bereitet in der Regel wenig Probleme, da durch die ausgeprägten Krankheitszeichen nur schwer fehlinterpretiert werden können. Der Nachweis von Diabetes erfolgt durch eine Blutzuckerbestimmung. Der Blutzucker liegt bei gesunden nüchternen Menschen unter 110 mg/dl. Ist er höher, spricht man von einer diabetischen Stoffwechsellage. Ab einem Blutzuckerwert von ca. 160 bis 180 mg/dl kann die Niere den Zucker nicht mehr vollständig im Blut zurückhalten. Ein Teil von ihm wird mit dem Urin ausgeschieden. Der Zucker im Urin kann mit einem Teststreifen nachgewiesen werden.

Oraler Glucose-Toleranztest
Diese Methode wird angewendet, wenn die oben beschriebenen keine klaren Ergebnisse bringen. Dabei erhält der Patient morgens nüchtern nach der ersten Blutabnahme (für Blutglucose) eine Zuckerlösung zu Trinken. Eine und zwei Stunden nach der Verabreichung werden Blutabnahmen durchgeführt. Ein Diabetes liegt vor, wenn der Blutzuckerwert nach einer Stunde über 120 mg/dl und nach zwei Stunden über 200 mg/dl beträgt.

Diagnosekriterien für gestörten Glukosestoffwechsel
Diagnoseparameter
Blutzucker mg/dl
normal gestört
diabetisch
Kapilläres Vollblut    
nüchtern* < 95 95 - 109 ≥ 110
2 Stunden nach dem Essen < 140 140 - 199 ≥ 200

Blutzucker zu beliebigen Zeitpunkt

    ≥ 200
* nach mindestens 8 Stunden Nahrungskarenz / 2 x gemessen



HbA1c-Wert
Der HbA1c - Wert ist ebenfalls als Diagnosegrundlage anerkannt.
(Quelle: http:// www.diabetes-austria.com, Oktober 2013)