Gestationsdiabetes

Diese besondere Form des Diabetes tritt erstmals während einer Schwangerschaft auf und birgt Risiken für Mutter und Kind. Schwangerschaftsdiabetes kommt relativ häufig vor, betrifft bis zu ca. 5% der Schwangeren und wird von der WHO (World Health Organisation) auch als Typ-4-Diabetes bezeichnet.

Der Schwangerschaftsdiabetes ist insgesamt eine der häufigsten, schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen (Quelle: Wikipedia). Die entstehende Insulinunempfindlichkeit (Insulinresistenz) wird durch die verschiedenen Schwangerschaftshormone wie Progesteron, humanes Plazenta-Laktogen, Östrogen und Prolactin ausgelöst.

Durch die wachsende Insulinresistenz steigt der Insulinbedarf. Kann die Bauchspeicheldrüse diesen erhöhten Bedarf nicht mehr produzieren, entsteht ein Schwangerschaftsdiabetes. Meistens sind die erhöhten Blutzuckerwerte, die festgestellt werden, auf die Schwangerschaft begrenzt und gelangen nach der Geburt wieder in den Normalbereich. Die Mutter benötigt nach der Geburt wieder weniger Insulin, deshalb verschwindet der Gestationsdiabetes in den meisten Fällen wieder. Bei etwa 4% der Frauen bleibt der Diabetes auch nach der Geburt bestehen.

Häufig wird der Schwangerschaftsdiabetes spät entdeckt, die Risiken für Mutter und ungeborenes Kind sind aber hoch.

Seit 2008 ist der orale Glucosetoleranztest (oGTT) nach jahrelangen Bemühungen der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) in die Routineuntersuchungen von Schwangeren aufgenommen worden (Mutter-Kind-Pass).
(Quelle: http:// www.aktive-diabetiker.at, Oktober 2013)